Tag 5: Göteborg

Gestern noch mit Bikini am Strand im Sonnenschein auf den Schäreninseln, heute bei Sturm und Regen mit Pullover und Schal durch Göteborg. Immerhin war die Entscheidung richtig, gestern schon auf die Inseln zu fahren. Heute musste ich dann erstmal schauen, was ich mit dem Tag und dem Wetter so anfange. Ich startete im Botanischen Garten, es hat aber wirklich so stark gestürmt, dass ich etwas Angst vor fliegenden Ästen hatte, und es kam tatsächlich einiges aus den Bäumen. Ich bin aber unbeschadet aus der Sache raus gekommen 😉




Als nächstes ging es in den Stadtteil Haga, der im 17. Jahrhundert entstand und weitestgehend gut erhalten ist. In den alten Häusern der kleinen Gassen gibt es tolle kleine Läden zum Stöbern und Cafés zum Verweilen. Im Winter soll es hier auch einen traditionelle Weihnachtsmarkt geben, was ich mir total gemütlich vorstelle.




Von Haga aus ging es rauf auf den Skansen Kronan, einen Hügel mitten in der Stadt, von dem aus man in alle Richtungen einen recht schönen Blick über die Stadt hat. Skansen Kronan war früher einmal eine Verteidigungsanlage, woran noch ein paar alte Kanonen erinnern. Während des Aufstiegs, der wirklich nicht lange dauert, habe ich so ziemlich jedes Wetter erlebt – Regen, Sonne, Sturm wechselten sich immer wieder ab … schwitzen und frieren in ständigem Wechsel. Und so ging es den restlichen Tag auch weiter. Wenn ich morgen nicht krank bin feier‘ ich ne Party auf mein Immunsystem 😀


Nach einer kleinen Kaffee- und Aufwärmpause im Espresso House – Schwedens Antwort auf Starbucks – machte ich mich auf den Weg in den Slottsskogen-Park. Dort besuchte ich einen kleinen Wildpark, der als einer der ältesten Zoos Schwedens gilt und den Fokus auf zahme und wilde nordische Tiere legt. Mein Highlight war ein Elch, der zusammen mit seiner „Frau“ friedlich am speisen war. Ehrlich gesagt war ich total überrascht von der Größe so eines Elchs, das hatte ich irgendwie nicht auf dem Schirm. Mit dem Geweih kam der bestimmt locker auf 3 Meter, was ich sehr beeindruckend fand. Der Eintritt in den Wildpark ist frei und ich fand auch die Umgebung sehr sehr schön. Der Park schlängelt sich quasi einen Berg hoch und liegt mitten in einem Wald. Man hat zwischendurch auch immer wieder kleine Waldwege, die zu Aussichtspunkten oder gemütlichen Bänken führen. Ein wirklich schöner Ort.




 

So idyllisch das auch alles klingt und aussieht – ganz so war es nicht. Denn nur ein paar hundert Meter weiter findet gerade ein sehr großes Musikfestival (Way Out West) statt. Ihr wisst, ich habe wirklich nichts gegen Festivals und gegen Musik schonmal gar nicht. Ob man nun aber den ganzen Tag lang fette Hip-Hop und Techno – Beats in unmittelbarer Nähe zu Tiergehegen raushämmern muss, stelle ich mal in Frage.

Zurück in die Stadt ging es von dem Park jedenfalls mit dem Fahrrad. Hier in Göteborg gibt es ein ganz cooles System namens Styr & Ställ für Leihfahrräder. Man meldet sich einmal für 2,50€ an und kann dann innerhalb von 3 Tagen beliebig oft ein Fahrrad mieten. Fährt man nicht länger als 30 Minuten, fallen keine weiteren Kosten an. Will man länger als 30 Minuten fahren, tauscht man das Rad einfach an einer der zahlreichen Leihstationen gegen ein neues aus, und die Zeit beginnt von vorn zu laufen. Eine super Variante, um sich aktiv, schnell und umweltbewusst durch die Stadt zu bewegen 🙂

Abschließend kann ich sagen, dass mich Göteborg bis auf die Schäreninseln nicht ganz so sehr begeistert hat. Die Stadt hat einige schöne, aber auch viele hässliche Ecken. Insofern bin ich sehr gespannt, was meine nächste Station Oslo so zu bieten hat.

Wahrscheinlich werdet ihr hier morgen nichts von mir lesen, da ich erst am späten Nachmittag in Oslo ankomme, und dann noch ein paar Dinge einkaufen möchte, um mich in meinem Airbnb gut verpflegen zu können.

Am Sonntag gibt es aber auf jeden Fall wieder einen Beitrag!

Bis dahin, eure Bella.

 

 

 

 

 

 

Tag 4: Vrangö & Köpstadsö

Was sich anhört wie die neuesten Möbelstücke von Ikea, war in Wirklichkeit das bisherige Highlight meiner Reise. Vrangö und Köpstadsö, das sind zwei der unzähligen Schäreninseln vor der Küste Göteborgs, von denen die südlichen sogar autofrei sind. Die Fähren zu den Inseln sind hier Teil des öffentlichen Nahverkehrs und kosten nicht mehr als ein Busticket. Vom Hafen aus steuern sie alle größeren Inseln an und man kann sich quasi aussuchen, wo man aussteigen möchte. Ich entschied mich spontan für Vrangö, da ein Teil der Insel ein Naturreservat ist und sie deshalb zu den schönsten zählen soll. Außerdem bietet Vrangö schöne kleine Strände und Wanderwege. Ich bin zwischendurch auch schwimmen gegangen, und das war ein absoluter Traum. Auf Köpstadsö legte ich dann auf der Rückfahrt noch einen kleinen Stopp ein. Beide Inseln sind übrigens nichtmal einen Quadratkilometer groß, auf Vrangö leben gut 360 Menschen, auf Köpstadsö sogar nur circa 100.

Kleiner Fun Fact: An den Häfen entdeckte ich nahezu endlose Reihen von Schubkarren. Darüber habe ich mich erstmal gewundert. Mir wurde aber schnell klar, dass die Einwohner diese zum Transport ihrer Einkäufe von größeren Inseln bzw. vom Festland, ihres Gepäcks oder auch ihrer Kinder nutzen. Macht Sinn, wenn man weder Auto noch Mofa zur Verfügung hat 😉

Die Schönheit der Schäreninseln hat mich komplett umgehauen. Ich glaube ich habe selten bis nie so etwas schönes und friedliches gesehen. Beim Schlendern über die Inseln hat man manchmal das Gefühl, irgendwie in das Privatleben der Schweden einzudringen, da es keine Zäune gibt und oft nicht klar ist, ob man sich gerade noch auf einem Wanderweg oder schon auf einem privaten Grundstück befindet. Doch die Schweden gucken nur kurz neugierig, grüßen mit einem freundlichen „Hey“ und machen sich weiter nichts aus dir.

Der Tag war ein absolutes Highlight. Und weil ich weiter keine Worte finde, schaut am besten einfach selbst und sagt mir, dass das nicht wunderschön ist 🙂


















Ich glaube ihr könnt erkennen, dass mich dieser Tag heute sehr glücklich gemacht hat 🙂 Bei den ganzen Fotos konnte ich mich auch nur schwer entscheiden, daher verzeiht mir bitte die etwas größere Bilderflut heute.

Gute Nacht & Bis bald.

Eure Bella

Tag 3: Göteborg

Heute ließ ich meine erste Station Malmö hinter mir und machte mich auf den Weg in Richtung Göteborg. Diesmal hat mit der Zugfahrt alles reibungslos geklappt, und nach 3 Stunden Fahrt kam ich am Nachmittag in Göteborg an. Da mein Hotelzimmer noch nicht fertig war (hier habe ich das einzige Mal auf dieser Reise kein Airbnb) gönnte ich mir erstmal eine Fika, wie die Schweden ihre Kaffeepause nennen 🙂

Nachdem ich dann mein Hotelzimmer beziehen konnte, machte ich mich auf den Weg, die Umgebung zu erkunden. Leider hat das Wetter heute nicht so mitgespielt – es war zwar sehr warm, dafür aber auch sehr schwül und zwischendurch hat es immer wieder geregnet. Vielleicht liegt es auch daran, dass mich Göteborg auf den ersten Blick nicht ganz so mitgerissen hat wie zuvor Malmö. Umso gespannter bin ich, was mich die nächsten Tage hier noch so erwartet. Jetzt erstmal noch ein paar Fotos von heute für euch:




die blauen Straßenbahnen sieht man hier an jeder Ecke


am Hafen






jeder verfügbare Platz wird hier zum gärtnern genutzt – und ein Insektenhotel darf auch nicht fehlen 🙂


Bis morgen,

eure Bella.

Tag 2: Malmö & Lund

Den Vormittag verbrachte ich heute damit, mich nochmal intensiv in Malmös Altstadt umzuschauen und die kleinen Gassen zu entdecken. Dienstags morgens um 9:30 ist es hier noch ganz schön ausgestorben, ein bisschen hat mich das Ambiente an Wernigerode erinnert (obwohl Malmö über 300.000 Einwohner hat!!) – alles sehr klein, überschaubar und gemütlich. Hier lässt es sich leben. Findet ihr nicht?

 

Gegen Mittag entschied ich mich dann noch, ins Nachbarörtchen Lund zu fahren. Das hatte ich gestern auf der Fahrt als Tipp bekommen, und die Bilder im Internet gefielen mir. Lund ist noch kleiner als Malmö und fast noch gemütlicher. Bei dem traumhaften Wetter heute hat es natürlich gleich doppelt Spaß gemacht, durch die kleinen Straßen mit den hübschen Häusern zu schlendern. Außerdem habe ich das Freilichtmuseum KULTUREN besucht. Hier kann man entdecken, wie sich die Stadt Lund und Schweden im allgemeinen von ihrer Entdeckung bis zur heutigen Zeit entwickelt haben. Man kann zum Teil originale Gebäude besichtigen und so einen Eindruck vom Leben in verschiedenen Epochen bekommen. Das Freilichtmuseum ist sehr schön angelegt, und lädt auf Bänken und in kleinen Parks immer wieder zum Verweilen ein. In einem kleinen Café verbrachte ich so auch eine recht lange Pause mit einer original schwedischen Zimtschnecke und meinem E-Reader (Danke Lisa 🙂 ).

 

Morgen geht es dann auch schon weiter nach Göteborg. Malmö war auf jeden Fall ein toller Start für meine Reise und ich bin sehr gespannt, was mich als nächstes erwartet.

Bis dann, eure Bella.

 

Tag 1: Malmö

Hui, endlich angekommen. Heute Morgen war ich mir erstmal gar nicht mehr so sicher, ob oder zumindest wann ich heute in Malmö ankommen werde. Nachdem der Zug mit einer knappen halben Stunde Verspätung in Hamburg losgefahren ist, war ich erstmal guter Dinge. Der Zug sollte ja bis Kopenhagen durchfahren, und von dort ist es bis nach Malmö nur noch ein Katzensprung.
Naja, kurz hinter Hamburg wurde uns dann jedoch eröffnet, dass der Zug heute in Puttgarden auf Fehmarn enden würde, also an der Fährstation, und man selbständig die Fähre und daraufhin einen anderen Zug nehmen müsste. Zum Glück hatte ich nette Sitznachbarn –  den Hamburger Lennart, der in Kopenhagen studiert hatte, und eine Ärztin aus Schweden, und wir konnten uns kurzerhand zusammentun, was die Sache sehr vereinfacht und „entstresst“ hat. Die Fahrt mit der Fähre hat dann auch problemlos geklappt, nach knapp 45 Minuten erreichten wir Roedby. Dort sollte uns bereits ein neuer Zug erwarten. Doch da war kein Zug. Und es kam auch keiner.
Über einen deutsch-schwedischen Lokführer, der gerade selbst aus dem Urlaub kam, erfuhren wird dann, dass die Zugstrecke aufgrund einer Signalstörung gesperrt sei und es Schienenersatzverkehr geben würde. Auch der Schienenersatzverkehr war jedoch nicht zu sehen. Wir 3 und ein paar andere Reisende nahmen dann auf gut Glück einen Regionalbus, der uns schließlich zu einem anderen Bahnhof brachte. Von dort kamen wir zumindest bis Norkoebing, wo wir dann in einen Zug nach Kopenhagen umsteigen konnten. Nach einem erneuten Umstieg kam ich dann mit 2 Stunden Verspätung endlich in Malmö an. Also meine liebe Pendlerfreunde – in Dänemark läuft’s auch nicht besser. 😉

auf der Fähre von Puttgarden nach Roedby

So, aber jetzt mal zur eigentlichen Geschichte 😀 Nach einem kurzen Ritt über die sehr beeindruckende Öresundbrücke, die Dänemark und Schweden auf offenem Meer miteinander verbindet, und einer kleinen Grenzkontrolle kurz vor Malmö, erreichte ich mein heutiges Ziel und fand mich in der wunderschönen Gamla Staden (Altstadt) von Malmö wieder. Da war ich kurz ein bisschen blitzverliebt und fühlte mich wie in einer Miniaturausführung von Hamburg.

Meine Unterkunft habe ich dann schnell gefunden. Da ich nach der ganzen Zugfahrerei erstmal die Nase voll hatte von Trubel und anderen Menschen, nahm ich mir für den restlichen Tag die Parks und den Strand von Malmö vor und wurde nicht enttäuscht. Malmö ist eine total grüne und auch sehr saubere Stadt. Bei dem schönen Sommerwetter wirkt es hier auch sehr lebendig und entspannt.

im „Kungsparken“

Die „Slottsmöllan“ – ein Wahrzeichen der Stadt

Das „Malmöhus Slott“

Mitten im Kungsparken entdeckte ich ein Urban Gardening – Projekt. Seit 20 Jahren betreibt die Stadt Malmö hier das ganze Jahr über einen öffentlichen Garten. Der Garten besteht aus vielen kleinen Gärten, die zu unterschiedlichen Zwecken und mit unterschiedlichen Dingen angepflanzt sind. Es gibt hier zum Beispiel auch einen Schulgarten und einen Kräuter- und Gemüsegarten, aus dem das Café im Park die Zutaten für seine Speisen gewinnt.

Am Strand von Malmö hat man einen tollen Blick auf DAS Wahrzeichen der Stadt – den Turning Torso. Eigentlich ziemlich unspektakulär, so ein in sich gedrehtes Hochhaus 😀
Viel spannender fand ich die Kinder, die in dem Wasser voller Algen total Spaß hatten und  eine riesige Aerobic-Gruppe, die zu fetten Beats ihr Fitnessprogramm absolvierte. Ich hab mir aber lieber ein kleines Restaurant am Strand gesucht und dort einen Burger genossen – auch eine Form von Fitness 😀

Turning Torso

Interessant fand ich auch dieses Gebäude hier am Ende des hübschen Stegs. Das Ribersborgs Kallbadhus ist nämlich quasi ein Wellnesstempel auf dem Meer und beherbergt Schwimmbad, Sauna, Massagebereich & Restaurant. Ich habe mir das ganze allerdings nur von außen angeschaut.

"Ribersborgs Kallbadhus"

„Ribersborgs Kallbadhus“

Hochhausromantik am Strand

Zum Schluss noch ein Foto von dem Haus, in dem sich meine Unterkunft befindet 😉
Mehr Bilder aus der Altstadt gibt es dann hoffentlich morgen.

Gute Nacht, eure Bella.

Ich frag‘ niemanden nach dem Weg, ich will mich hier verlaufen …

Diese Zeilen aus einem Song von Bosse könnten so etwas wie das Motto meiner bevorstehenden Reise werden.

2,5 Wochen mit dem Zug quer durch Skandinavien – ganz allein. Ganz bewusst habe ich mich für dieses Abendteuer entschieden und bin gespannt, was mich erwarten wird. Ein bisschen mulmig ist mir ja jetzt, so kurz vor der Abreise, doch zumute, aber die Vorfreude überwiegt. Ich habe bewusst kaum etwas geplant (außer den Unterkünften an den einzelnen Stationen), will mich einfach treiben lassen, in die Orte eintauchen, sie mit allen Sinnen erleben und tun worauf ich Lust habe. „Was ich brauch‘ kann man nicht kaufen, das trifft man unterwegs.“

MALMÖ – GÖTEBORG – OSLO – BERGEN – STOCKHOLM -KOPENHAGEN

Wenn ihr Lust habt, mich auf dieser Reise zu begleiten, dann schaut in den nächsten Tagen einfach öfter mal hier vorbei. Ich nehme euch mit an die einzelnen Orte und zeige euch meine Lieblingsplätze und Erlebnisse. Ich freue mich, wenn ihr dabei seid, und vielleicht auch mal einen Kommentar hinterlasst.

Der Rucksack ist gepackt und ich sitze in meinem Hamburger Hotelzimmer. Morgen früh geht es endlich los. Auf zum nächsten großen Abendteuer.

Bis bald, eure Bella.

 

Formentera – Karibikfeeling im Mittelmeer

Inzwischen ist es schon fast sagenhafte 3 Monate her, dass ich mit meiner lieben Franzi in den Sommerurlaub aufgebrochen bin. Die Zeit ist seitdem so wahnsinnig schnell verflogen, dass ich bisher nicht dazu gekommen bin, die ganzen tollen Fotos zu sichten, auszusortieren und ein paar Zeilen dazu zu schreiben.

Heute möchte ich euch nun endlich die Fotos zu Teil 1 unserer Reise zeigen. Für 5 Tage zog es uns auf die kleine Mittelmeerinsel Formentera. Nachdem ich auf dem Rückflug aus Spanien im letzten Jahr ganz hin und weg war von der kleinen Insel, die ich von ganz weit oben erspäht hatte, war für mich klar, dass hier eine meiner nächsten Reisen hingehen muss. Der Sand sah fast schneeweiß aus und wurde von türkisblauem Wasser umgeben, durch das man selbst aus dem Flugzeug bis auf den Meeresgrund zu blicken glaubte. Die Realität bestätigte dann Anfang September meine Vorstellungen von diesem kleinen karibischen Traum mitten in Europa.

Dienstag, 05. & Mittwoch, 06. September 2017

Das Urlaubsgefühl ließ nicht lange auf sich warten, denn während sich im Flugzeug nach Ibiza und auf der Fähre nach Formentera noch unzählige Touristen tummelten, saßen wir schon im Bus zum Hotel nur noch mit einer Hand voll anderen Reisenden zusammen. Formentera ist nämlich zum Glück (noch) lange nicht so überlaufen wie Ibiza und Mallorca.

Untergebracht waren wir im Riu La Mola – einem ziemlich großen aber auch wirklich tollen Hotel, das sehr schön an einem kleinen Strand gelegen ist. Unser Zimmer hier war riesig, mit Blick aufs Meer, die Mitarbeiter sehr freundlich, das Essen vielfältig und lecker.

 

Die wenigen Orte der Insel kann man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichen. Bevor wir unseren Mietwagen abholten, unternahmen wir also per Bus einen kleinen Ausflug in den nächstgelegenen Ort Pilar de la Mola, wo mittwochs und sonntags ein toller kleiner Hippiemarkt stattfindet und wo man auch sonst in einigen süßen Geschäften stöbern kann – also genau das Richtige für mich 😉

 

Donnerstag, 07. September 2017

Mit dem Mietwagen ging es dann in einige entlegenere Gegenden der Insel – zu einer 1778 erbauten Mühle, die immer noch in Betrieb ist und zum Faro de la Mola, einem Leuchtturm am östlichsten Punkt der Insel. Außerdem legten wir einen kurzen Halt bei einem Restaurant ein, von dem aus man die allerschönste Aussicht über die Insel hat.

Eine weiterer malerischer Ort ist das kleine Fischerdorf Es Caló.

  

Über unbefestigtes Gelände ging es weiter zu einem traumhaft schönen Strand, dem Cala Saona, mit dem blausten und klarsten Wasser, das ich jemals gesehen habe.

Der letzte Stop des Tages führte uns zum südlichsten Punkt der Insel, dem Faro Cap de Barbaria. Hier konnte man leider nicht bis ran fahren und was wir vorher so genau nicht wussten – vom Parkplatz aus waren es pro Strecke noch knapp 2 Kilometer zu laufen – in sengender, windstiller Hitze ohne einen Zentimeter Schatten. Aber wir haben es – ohne großen Sonnenbrand und ohne zu verdursten – geschafft 😀

Freitag, 08. September 2017

Auf einer kilometerlangen Landzunge gelegen bilden der Playa de Illetas und der Playa Levante zusammen angeblich den schönsten Strand der Welt. Das Wetter meinte es an diesem Morgen jedoch nicht besonders gut mit uns (dunkle Wolken und Sturm), sodass wir uns kein abschließendes Urteil bilden konnten. Wunderschön war es hier auf jeden Fall, stellenweise allerdings auch sehr voll – nicht auszudenken was hier bei schönerem Wetter los ist.

San Francesc de Formentera, die Hauptstadt der Insel hat nur knapp 3000 Einwohner und wird von den Einheimischen liebevoll „San Francisco“ genannt. Mit der amerikanischen Metropole hat dieser Ort zwar nicht viel gemeinsam, die gemütliche Innenstadt lädt aber zum Bummeln und Verweilen ein.

  

Samstag, 09. September 2017

Den letzten Tag verbrachten wir nochmal ganz gemütlich am Hotel, und ließen den ersten Teil unserer Reise entspannt ausklingen.

Tschüss, du wunderschöne Trauminsel Formentera. Und auf zu Teil 2 unserer Reise. Die Fotos von Ibiza gibt es ganz bald hier auf dem Blog 🙂

Bis dahin, eure Bella.

Naturparadies Juist

E N T S C H L E U N I G U N G . Das ist ja in letzter Zeit das reinste Modewort geworden und reiht sich damit ein in Begriffe wie ACHTSAMKEIT und MINIMALISMUS. Ehrlich gesagt habe ich mir bisher nicht viel aus diesen Dingen gemacht. Ich versuche bewusst zu leben, das zu tun was mir gut tut und mit der Schnelligkeit des Alltags mitzuhalten. Das alles passiert aus dem Bauch heraus. Ich lese keine Bücher zu diesen Themen, besuche keine Seminare dazu. Auf meinem Kurztrip nach Juist konnte ich das Wort Entschleunigung aber zum ersten Mal wirklich spüren. Und jetzt habe ich eine Vorstellung davon, was sich wirklich dahinter verbirgt.

Entschleunigung stellt sich beim Betreten der traumhaft schönen Nordseeinsel Juist nahezu sofort ein. Nicht zuletzt weil es hier keine Autos gibt. Auf dem Flugplatz angekommen geht es mit der Pferdekutsche ins Dorf. Je nach Lage der Unterkunft kann das schonmal bis zu 60 Minuten dauern. Und spätestens während dieser Kutschfahrt fährt man total runter, nimmt die Umgebung ganz genau wahr, spürt Ruhe und Gelassenheit die Oberhand gewinnen. Und das setzt sich in den nächsten Tagen fort. Stress scheint es in diesem Naturparadies nicht zu geben. Die Supermärkte und Baustellen werden hier mit der Pferdekutsche beliefert, die Einkäufe transportiert man auf dem Fahrradanhänger nach Hause.  Keine Ampeln, kein Hupen, keine Rush Hour. Dafür unendliche Weiten, wunderbar klare Luft und freilaufende Hühner. Ein weißer Sandstrand, der sich über die gesamten 17 Kilometer Länge der Insel zieht. Grasbewachsene Dünen, in denen Vögel ihre Eier brüten.

Alles ideale Voraussetzungen für meine Mama und mich, ein paar erholsame Tage zu verbringen – mit langen Spaziergängen, guten Büchern, selbst gekochtem Essen und einigen Runden Scrabble. Das absolute i-Tüpfelchen dafür war die urgemütliche Airbnb-Wohnung von Manfred und Christiane. All das bekommt ihr auf den folgenden Bildern zu sehen. Viel Freude und ein kleines Gefühl von Entschleunigung beim Anschauen 😉


mit der Cessna ging’s von Norddeich in weniger als 5 Minuten auf die Nordseeinsel Juist

 

Landeanflug auf’s Paradies


am Flugplatz wartete schon die Kutsche, die uns ins Dorf brachte

 
unser gemütliches Airbnb mit wunderschöner Aussicht


unendliche, menschenleere Strände und raues Nordsee-Wetter

 
Ausflug ins Dorf


Spaziergang ins Inselinnere und an den Hammersee

 

Diesen Anblick und die frische Luft, die den Kopf so schön frei pustet, werde ich ganz bestimmt nicht vergessen. Und wir wollen eh ganz bald wieder kommen.

Tschüss Juist!
Und bis bald,
eure Bella.

25hours Hotel Hamburg HafenCity

Anfang Dezember verbrachte ich mit meiner lieben Clara vom Blog Wundersachen ein entspanntes Wochenende in Hamburg. Anlass war das Jahresabschlusskonzert von Bosse, den wir beide sehr sehr lieben. Der Freitag Abend startete also schonmal perfekt 🙂 Und so sollte es die nächsten zwei Tage auch weitergehen, was nicht zuletzt an unserer wahnsinnig tollen Unterkunft lag. Nach einigen Überlegungen hatten wir uns für das 25hours Hotel in der Hafencity entschieden, auch wenn die Preise nicht ganz ohne sind. Aber schon beim Betreten des Empfangsbereiches waren wir uns sicher, die absolut perfekte Wahl getroffen zu haben. Der Stil des Hotels ist absolut einzigartig und mit so viel Liebe zum Detail gestaltet, dass man sich sofort, getreu dem Motto des Hotels, „almost home“ fühlt.
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Das 25hours Hotel gibt es derzeit in 5 Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Jedes Hotel ist ein Unikat, auf die jeweilige Stadt, die Menschen und den Flair abgestimmt. In Hamburgs Hafencity dominiert der Seefahrer-Stil, was euch die folgenden Fotos unserer „Stockbett-Koje“ am besten verdeutlichen:

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Das besondere am 25hours Hotel sind vor allem die vielen liebevollen und zum Teil überraschenden Kleinigkeiten: kostenloser Fahrrad- und Mini-Verleih, Wärmflasche, Schlafschaf und Bluetooth-Lautsprecher in jedem Zimmer, Verleih von gelben Friesennerzen gegen das Hamburger Schietwetter, am Ausgang aufgestellte Wasserflaschen und Handtücher für Jogger, kostenlose Benutzung der Hafensauna inklusive Sauna-Sack-Verleih, und und und. Als eines unsere absoluten Highlights – der Clubfloor zum Entspannen. Mit Vinyl-Room, iMac Worksations, Meetingbereichen und Tee-Ecke. Seht selbst:

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Ebenfalls ein schöner Zeitvertreib – der Mare Kiosk. Mit Produkten aus der Region, direkt aus dem Hotel oder passend zum Seefahrer-Motto.

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Sehr passend zum Gesamtkonzept empfanden wir auch das Frühstück in der HEIMAT Küche + Bar. Zahlreiche Sorten Brot und Brötchen, Franzbrötchen, Milchreis, selbstgemachte Marmeladen, Tee-Buffet und sooo viel mehr.

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Natürlich haben wir das Wochenende nicht nur im Hotel verbracht – auch wenn das durchaus sehr verlockend war, wie ihr euch bei den Bildern sicher denken könnt 😉

Am Samstag waren wir zum ausgiebigen Stöbern im Schanzen- und Karolinenviertel unterwegs. Und am Sonntag haben wir der Hafencity noch einen kleinen Besuch abgestattet, die direkt um die Ecke des Hotels liegt. Auch davon ein paar kleine Eindrücke:

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Wir hatten ein so so tolles gemeinsames Wochenende in Hamburg. Das 25hours Hotel hat uns definitiv nicht zum letzten Mal gesehen. Und die liebe Clara und ich waren zwar zum ersten Mal – ganz ganz bestimmt aber nicht zum letzten Mal – gemeinsam unterwegs 🙂

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Ich wünsche euch allen schöne Weihnachten und sage Tschüss bis zum nächsten Mal,

eure Bella.

Wiedersehen in Basel

Es ist mittlerweile schon ein ganzes Jahr her, dass ich in Santa Barbara, Kalifornien, einen 3-monatigen Sprachaufenthalt verbracht habe. Es erschreckt mich oft, wie lange das schon wieder her ist. Ich denke sehr oft an diese atemberaubend schöne Zeit zurück und wenn ich nachts wach liege dann werde ich nicht selten auch ziemlich wehmütig, denn diese Zeit war einmalig und kommt so nie wieder. Mein Fernweh ist seitdem nicht gerade kleiner, um ehrlich zu sein sogar noch größer, geworden und in meinem Kopf schwirren viele Wünsche und Pläne herum. Und ich halte an all den wunderschönen Erinnerungen fest, arbeite gerade an der Erstellung eines großen Albums über diese Zeit und schaue mir oft Fotos an. Neben all den Erlebnissen sind mir auch einige liebe Menschen, die mich in den drei Monaten begleitet haben, tief im Herzen geblieben. Und so war mir klar, dass ich vor allem meine liebe Chiara unbedingt wieder sehen muss. Ein ganzes Jahr hat es gedauert, aber nun habe ich sie für ein Wochenende in ihrer Heimatstadt Basel besucht. Es tut gut, all die Erinnerungen mit jemandem teilen zu können. Wer nicht dabei war kann viele Dinge einfach nicht nachvollziehen und so war es toll, nicht nur Chiara’s Heimat kennenzulernen, sondern mit ihr auch die „alten“ Geschichten wieder aufleben zu lassen.

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An einem Freitag Morgen ging es also mit dem ICE von Braunschweig nach Basel – ohne Umsteigen in 5 Stunden und 44 Minuten. Zugegeben – es war sehr merkwürdig, sich plötzlich nicht am anderen Ende der Welt, sondern im „normalen Leben“ und nur kurz hinter der deutschen Grenze gegenüberzustehen. Trotzdem war sofort wieder alles da, was wir 3 Monate miteinander geteilt haben und wir haben uns auf Anhieb wieder so gut verstanden wie am ersten Tag ;-). Chiara zeigte mir gleich ihre Wohngegend und einen Bauernhof, auf dem gerade ein Kürbisfest stattfand. Abends trafen wir ein paar ihrer Freundinnen zum Cocktail trinken und quatschen – was nur möglich war, weil die Mädels neben einem für mich absolut nicht verständlichen Schweizerdeutsch zum Glück auch Hochdeutsch sprechen 😀

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Den nächsten Tag begannen wir mit einem Flohmarktbesuch auf dem Petersplatz nahe des Spalentors. Danach schlenderten wir durch Basels wunderschöne Altstadt, die mit vielen süßen Cafés und Geschäften zum Verweilen einlädt. Ein paar Sehenswürdigkeiten wie das Rathaus sowie der Baseler Münster durften an diesem Tag natürlich auch nicht fehlen. Als nachmittags die Sonne raus kam, fuhren wir noch mit einem kleinen Boot von Grossbasel über den Rhein nach Kleinbasel, wo wir am Ufer das kurzzeitig schöne Wetter genossen Die Innenstadt von Basel hat mir mit ihren kleinen Gassen, hübschen Häuschen und Pflasterstraßen wahnsinnig gut gefallen und ich kann jedem nur empfehlen, dieser Stadt mal einen Besuch abzustatten. Ich möchte auf jeden Fall nochmal wiederkommen.

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Der Sonntag brachte leider auch kein besseres Wetter, und so haben wir das Dreiländereck bei Regen besichtigt. Hier treffen sich die Grenzen von Deutschland, Frankreich und der Schweiz und man kann quasi binnen weniger Minuten drei Länder bereisen ;-).

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Ganz in der Nähe von Chiara’s Zuhause gab es ein Maislabyrinth, dass ich mir auf keinen Fall entgehen lassen wollte. Außerdem bestiegen wir noch den Wasserturm in Bruderholz, von dem man eine tolle Aussicht auf die Stadt und das Umland hat.

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Der Besuch bei Chiara war insgesamt wunderschön, aber auch leider viel zu kurz und viel zu schnell vorbei. Doch wir sind uns beide sicher, dass es nicht das letzte Wiedersehen war und wir uns bald wieder treffen wollen – vielleicht dann ja mal in Deutschland 😉

Bis bald, eure Bella.

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