Tag 1: Malmö

Hui, endlich angekommen. Heute Morgen war ich mir erstmal gar nicht mehr so sicher, ob oder zumindest wann ich heute in Malmö ankommen werde. Nachdem der Zug mit einer knappen halben Stunde Verspätung in Hamburg losgefahren ist, war ich erstmal guter Dinge. Der Zug sollte ja bis Kopenhagen durchfahren, und von dort ist es bis nach Malmö nur noch ein Katzensprung.
Naja, kurz hinter Hamburg wurde uns dann jedoch eröffnet, dass der Zug heute in Puttgarden auf Fehmarn enden würde, also an der Fährstation, und man selbständig die Fähre und daraufhin einen anderen Zug nehmen müsste. Zum Glück hatte ich nette Sitznachbarn –  den Hamburger Lennart, der in Kopenhagen studiert hatte, und eine Ärztin aus Schweden, und wir konnten uns kurzerhand zusammentun, was die Sache sehr vereinfacht und „entstresst“ hat. Die Fahrt mit der Fähre hat dann auch problemlos geklappt, nach knapp 45 Minuten erreichten wir Roedby. Dort sollte uns bereits ein neuer Zug erwarten. Doch da war kein Zug. Und es kam auch keiner.
Über einen deutsch-schwedischen Lokführer, der gerade selbst aus dem Urlaub kam, erfuhren wird dann, dass die Zugstrecke aufgrund einer Signalstörung gesperrt sei und es Schienenersatzverkehr geben würde. Auch der Schienenersatzverkehr war jedoch nicht zu sehen. Wir 3 und ein paar andere Reisende nahmen dann auf gut Glück einen Regionalbus, der uns schließlich zu einem anderen Bahnhof brachte. Von dort kamen wir zumindest bis Norkoebing, wo wir dann in einen Zug nach Kopenhagen umsteigen konnten. Nach einem erneuten Umstieg kam ich dann mit 2 Stunden Verspätung endlich in Malmö an. Also meine liebe Pendlerfreunde – in Dänemark läuft’s auch nicht besser. 😉

auf der Fähre von Puttgarden nach Roedby

So, aber jetzt mal zur eigentlichen Geschichte 😀 Nach einem kurzen Ritt über die sehr beeindruckende Öresundbrücke, die Dänemark und Schweden auf offenem Meer miteinander verbindet, und einer kleinen Grenzkontrolle kurz vor Malmö, erreichte ich mein heutiges Ziel und fand mich in der wunderschönen Gamla Staden (Altstadt) von Malmö wieder. Da war ich kurz ein bisschen blitzverliebt und fühlte mich wie in einer Miniaturausführung von Hamburg.

Meine Unterkunft habe ich dann schnell gefunden. Da ich nach der ganzen Zugfahrerei erstmal die Nase voll hatte von Trubel und anderen Menschen, nahm ich mir für den restlichen Tag die Parks und den Strand von Malmö vor und wurde nicht enttäuscht. Malmö ist eine total grüne und auch sehr saubere Stadt. Bei dem schönen Sommerwetter wirkt es hier auch sehr lebendig und entspannt.

im „Kungsparken“

Die „Slottsmöllan“ – ein Wahrzeichen der Stadt

Das „Malmöhus Slott“

Mitten im Kungsparken entdeckte ich ein Urban Gardening – Projekt. Seit 20 Jahren betreibt die Stadt Malmö hier das ganze Jahr über einen öffentlichen Garten. Der Garten besteht aus vielen kleinen Gärten, die zu unterschiedlichen Zwecken und mit unterschiedlichen Dingen angepflanzt sind. Es gibt hier zum Beispiel auch einen Schulgarten und einen Kräuter- und Gemüsegarten, aus dem das Café im Park die Zutaten für seine Speisen gewinnt.

Am Strand von Malmö hat man einen tollen Blick auf DAS Wahrzeichen der Stadt – den Turning Torso. Eigentlich ziemlich unspektakulär, so ein in sich gedrehtes Hochhaus 😀
Viel spannender fand ich die Kinder, die in dem Wasser voller Algen total Spaß hatten und  eine riesige Aerobic-Gruppe, die zu fetten Beats ihr Fitnessprogramm absolvierte. Ich hab mir aber lieber ein kleines Restaurant am Strand gesucht und dort einen Burger genossen – auch eine Form von Fitness 😀

Turning Torso

Interessant fand ich auch dieses Gebäude hier am Ende des hübschen Stegs. Das Ribersborgs Kallbadhus ist nämlich quasi ein Wellnesstempel auf dem Meer und beherbergt Schwimmbad, Sauna, Massagebereich & Restaurant. Ich habe mir das ganze allerdings nur von außen angeschaut.

"Ribersborgs Kallbadhus"

„Ribersborgs Kallbadhus“

Hochhausromantik am Strand

Zum Schluss noch ein Foto von dem Haus, in dem sich meine Unterkunft befindet 😉
Mehr Bilder aus der Altstadt gibt es dann hoffentlich morgen.

Gute Nacht, eure Bella.

8 Kommentare

  1. Na das war ja ein aufregender erster Reisetag ;-), aber schön, dass du gut angekommen bist! Züge sind anscheinend überall ein Abenteuer – übrigens: Deinen Bericht lese ich gerade im RE, da mein IC ausfällt :-D! Dir also heute einen tollen Tag beim erkunden der Gamla Staden von Malmö :-).

    • Hahaha das mit dem IC passt ja richtig gut dazu – für dich natürlich doof. Aber als waschechte Pendlerin ist das doch die leichteste Übung 😉

  2. Na klasse,wenn die Anreise schon wo läuft…
    Dann hoffe ich mal,dass der Rest der Reise reibungsloser verläuft.

    Da du aber einen ziemlich ausführlichen Beitrag geschrieben hast,scheinst du es ja gut überstanden zu haben

    Also dann viel Spass!

    • Ja das hoffe ich auch, kann ja fast nur noch besser angehen was die Zuverlässigkeit der Züge angeht. Na mal sehen. Morgen kommt die nächste Fahrt.

  3. Oh was ein aufregender Tag, aber dir sind wirklich schon tolle Momente vor die Linse gekommen und ich freue mich riesig, dass ich dein Abenteuer hier ein wenig mitverfolgen darf, super schön! ❤️ Ich bewundere das total, dass du diese Reise machst und freue mich auf jede Erzählung hier und dann bald „in echt“. Ich hoffe du hast einen super schönen Tag! Hier ist heute mit bis zu 38 Grad richtig heiß. Viele liebe Grüße, Lisa

    • Danke für deine lieben Worte Lisi! Es freut mich, wenn es euch auch ein bisschen Spaß macht, mich hier zu begleiten. Hier waren heute auch 31 Grad. Aber die Wettervorhersage sagt mir, dass ich spätestens in 2 Tagen mit deutlichen schlechterem Wetter rechnen muss, insofern hab ich das heute nochmal sehr genossen, nur mit nem leichten Kleid und Birkenstocks durch die Gegend zu laufen 😉

  4. Oh man Oh man……ein Urlaubsbeginn wie man ihn sich wünscht:-(.Es ist gut,dass das Leben so unplanbar ist,passt ja auch irgendwie zu deiner Reise.Immerhin hast du dabei nette Menschen kennengelernt,so wärst du ihnen wahrscheinlich nicht begegnet.Wir wünschen dir noch viele schöne,unvorhersehbare Abenteuer.Deine Mamsi und Papa.

    • Ja, das hat mich natürlich schon erstmal ganz schon durcheinander gebracht. Im Nachhinein aber auch wieder alles halb so wild. Und mit der netten Begleitung war es halb so schlimm und die Zeit verging dann doch wie im Flug. Küsse 🙂

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