Naturparadies Juist

E N T S C H L E U N I G U N G . Das ist ja in letzter Zeit das reinste Modewort geworden und reiht sich damit ein in Begriffe wie ACHTSAMKEIT und MINIMALISMUS. Ehrlich gesagt habe ich mir bisher nicht viel aus diesen Dingen gemacht. Ich versuche bewusst zu leben, das zu tun was mir gut tut und mit der Schnelligkeit des Alltags mitzuhalten. Das alles passiert aus dem Bauch heraus. Ich lese keine Bücher zu diesen Themen, besuche keine Seminare dazu. Auf meinem Kurztrip nach Juist konnte ich das Wort Entschleunigung aber zum ersten Mal wirklich spüren. Und jetzt habe ich eine Vorstellung davon, was sich wirklich dahinter verbirgt.

Entschleunigung stellt sich beim Betreten der traumhaft schönen Nordseeinsel Juist nahezu sofort ein. Nicht zuletzt weil es hier keine Autos gibt. Auf dem Flugplatz angekommen geht es mit der Pferdekutsche ins Dorf. Je nach Lage der Unterkunft kann das schonmal bis zu 60 Minuten dauern. Und spätestens während dieser Kutschfahrt fährt man total runter, nimmt die Umgebung ganz genau wahr, spürt Ruhe und Gelassenheit die Oberhand gewinnen. Und das setzt sich in den nächsten Tagen fort. Stress scheint es in diesem Naturparadies nicht zu geben. Die Supermärkte und Baustellen werden hier mit der Pferdekutsche beliefert, die Einkäufe transportiert man auf dem Fahrradanhänger nach Hause.  Keine Ampeln, kein Hupen, keine Rush Hour. Dafür unendliche Weiten, wunderbar klare Luft und freilaufende Hühner. Ein weißer Sandstrand, der sich über die gesamten 17 Kilometer Länge der Insel zieht. Grasbewachsene Dünen, in denen Vögel ihre Eier brüten.

Alles ideale Voraussetzungen für meine Mama und mich, ein paar erholsame Tage zu verbringen – mit langen Spaziergängen, guten Büchern, selbst gekochtem Essen und einigen Runden Scrabble. Das absolute i-Tüpfelchen dafür war die urgemütliche Airbnb-Wohnung von Manfred und Christiane. All das bekommt ihr auf den folgenden Bildern zu sehen. Viel Freude und ein kleines Gefühl von Entschleunigung beim Anschauen 😉


mit der Cessna ging’s von Norddeich in weniger als 5 Minuten auf die Nordseeinsel Juist

 

Landeanflug auf’s Paradies


am Flugplatz wartete schon die Kutsche, die uns ins Dorf brachte

 
unser gemütliches Airbnb mit wunderschöner Aussicht


unendliche, menschenleere Strände und raues Nordsee-Wetter

 
Ausflug ins Dorf


Spaziergang ins Inselinnere und an den Hammersee

 

Diesen Anblick und die frische Luft, die den Kopf so schön frei pustet, werde ich ganz bestimmt nicht vergessen. Und wir wollen eh ganz bald wieder kommen.

Tschüss Juist!
Und bis bald,
eure Bella.

3 Kommentare

  1. Endlich komme ich dazu deinen Eintrag zu lesen und ich bin so begeistert von deinen tollen Bildern! Ich würde es mir auch mal total wünschen, mit meiner Mama ein paar Tage nur zu zweit zu verbringen, das haben wir tatsächlich noch nie gemacht. Obwohl iuch weiß, dass ich mit meiner Mama ein echt gutes Verhältnis habe, bewundere ich das, was ihr beide habt sehr und bin sehr froh darüber! (: Ich finde Juist wunderschön. Ich war erst auf zwei Nordfriesischen Inseln, nämlich auf Borkum (mal 10 Tage in den Herbstferien 2005) und Langeoog (3 Wochen auf Kur 2001) – also alles echt schon lange her und ich möchte so gerne mal wieder auf eine reisen! 🙂 Fühl dich so sehr gedrückt, ich finde deine Bilder und Texte immer sehr schön! Deine C.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.